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Avocado

Über die Wunderdinge der Aztekenbirne

Ein bisschen schwierig ist die »ahuacatl«, wie die Azteken ihre tropische »Wunderfrucht« nannten, schon. Da gibt es grüne, glänzende, ansprechende Früchte, die sind aber noch hart und schmecken nach nichts. Dann sieht man Avocados auf dem Markt, die aussehen, als hätten sie ihre besten Tage schon hinter sich: Runzlig und fast schwarz, muten sie nicht gerade appetitlich an, dabei zählt diese Sorte zu den cremigsten und lieblichsten.

Das Schälen der Frucht ist auch nicht ganz einfach: Immer will die so genannte Butterbirne aus der Hand flutschen. Und in puncto Zubereitung bleibt man am besten in der kalten Küche, denn starke Hitze kann die Avocado nicht vertragen, darauf reagiert sie bitter.

Doch in Israel, wo die Avocado seit Anfang des letzten Jahrhunderts erfolgreich kultiviert wird, nennt man sie trotz alledem »Frucht der tausend Möglichkeiten«. Und schon die spanischen Eroberer, die das Lorbeergewächs von Mexiko nach Europa brachten, erzählten wahre Wunderdinge über die »Aztekenbirne«.

In der Tat ist das cremige, nussartig schmeckende fette Fruchtfleisch der Avocado kulinarisch gesehen vielseitig einsetzbar und nicht nur reich an Kalorien, sondern mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren unglaublich gesund. Über 200 verschiedene Avocadosorten gibt es. Aber nur wenige spielen im internationalen Handel eine Rolle. Kultiviert werden sie unter anderem in Nord- und Mittelamerika, Afrika, Israel und - in Spanien.

Avocados sind sehr empfindlich und werden daher unreif von den Bäumen geerntet. Das Nachreifen ist kein Problem: einfach in Zeitungspapier wickeln und bei Raumtemperatur ein, zwei oder drei Tage liegen lassen. Reif ist die Avocado, wenn sie auf Fingerdruck leicht nachgibt.

Avocado schneiden

Zuerst die Avocado schälen. In Viertel teilen, dabei den Kern entfernen. Dann in sehr feine Scheiben schneiden. Fächerförmig auf dem Teller ausbreiten, sofort mit Zitronen- oder Limettensaft beträufeln, damit die Avocado nicht dunkel wird. Das ist eine prima Garnitur zu einem Garnelencocktail, Frischkäse, Lachs oder Terrinen.
Eine andere Möglichkeit ist, die Avocado mit der Schale längs aufzuschneiden. Die Hälften ein bisschen aneinander reiben, um sie voneinander zu lösen. Den Kern vorsichtig mit einem Löffel herauszuheben ist ungefährlicher als mit dem Messer. Avocado auf die Schnittfläche legen und die Schale vom schmalen Ende her mit den Fingern oder einem Messer ablösen. Sofort mit Zitrussaft oder hellem Essig beträufeln.


Avocado-Carpaccio mit Garnelen

Zutaten für 4 Personen: 2 reife Avocado, 1 Zitrone, 12 Garnelen (tiefgekühlt oder frisch), Pfeffer, Salz, 1 Zehe Knoblauch, Olivenöl
Zubereitung: (Falls die Avocado beim Drücken nicht elastisch ist, sollte man sie noch zwei Tage bei Zimmertemparatur liegen lassen.) Die Früchte halbieren, Kern entfernen, dann in 15- 20 dünne Scheiben schneiden. Avocado- Scheiben wie eine Spirale auf dem Teller anrichten und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Garnelen in einer mit Knoblauch ausgeriebenen heißen Pfanne ca. 1 min. je Seite anbraten, nach dem Wenden mit der Marinade beträufeln. Die fertigen Garnelen auf den Avocado- Scheiben anrichten, den rest der Marinade aus der Pfanne über dem Gericht verteilen.



Kalte Avocadosuppe

Für 4 Pers.: 2 weiche Avocados, Saft einer halben Limette, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1/2 l Gemüsebrühe, etwas Crème fraîche (Magerstufe!), Olivenöl, Salz, weißer Pfeffer, Chili oder Cayenne, 1 Korianderzweig.

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