Biographie
In seinen Romanen greift er immer wieder auf authentische Geschichten oder Geschehnisse zurück und entwickelt an ihnen seine Geschichte, ob mit „Landru", einem französischen Massenmörders, „Zielperson unbekannt", einem inzwischen bekannten Doppelagent während der Zeit der deutschen Teilung, Ole Bull, der „Violinenkönig" mit seiner Utopie vom Leben norwegischer Landsleute in Pennsylvania oder der Verurteilung der „Anarchisten von Chikago", deren Todesurteil sich schon nach wenigen Jahren als Justizirrtum erwies, um nur einige Beispiele zu nennen. Gleich einem Kriminalisten spürt er nach Motiven, seziert, entwirrt, decodiert, sucht Erklärungen und liefert am Ende ein fertiges Puzzle, das sich auch aus den Teilen zusammensetzt, die die reale Geschichte nicht liefern kann. Die Themen seiner Romane sind spannend vielschichtig. Sie liefern immer wieder den Beweis einer gründlichen Recherche, die dem eigentlichen Schreibprozeß aufwendig vorausgeht. Jürgen Alberts ist ein Meister der Präsentation. Seine Lesungen sind mustergültige Lehrbeispiele einer zeitgemäßen, spannend- unterhaltenden Literaturvermittlung, die von Autor mit viel Liebe und Leidenschaft vorbereitet werden.
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